Im zweiten Weltkrieg mussten fast alle Musikanten in den Krieg ziehen. Die Kapelle wurde aufgelöst. Josef Müller ist es zu verdanken, dass Instrumente und Noten erhalten blieben.
Bereits 1946 konnte der Wiederaufbau der Kapelle beginnen. Johann Müller motivierte junge Burschen zum Musizieren.
Neuer Schwung kam in die Kapelle. Franz Kofler wurde zum Kapellmeister gewählt. Mit ihm erreichte die Musik Erfolge, die sie weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt machte. Beispielsweise erreichte die Kapelle bei Wertungsspielen in Bruneck einen 1. Preis, Konzertreisen führten sie nach München, Wien und Italien. Der Fanatismus und Ehrgeiz ging sogar so weit, dass sich einige Musikanten oft noch nach den Proben beim gemeinsamen Spiel am Schlosshügel die Nächte um die Ohren schlugen. In dieser Zeit wurden auch viele „Miraphone“-Instrumente aus Bayern mit Hilfe des Nationalrates Kranebitter angekauft. Die Finanzierung erfolgte zum Großteil durch Holzspenden.
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Gemeinsam mit Kofler Franz absolvierte auch Sepp Huter den Kapellmeisterlehrgang in Rotholz. Schon damals komponierte Huter Tanzmusik für seine Großglocknerkapelle Kals. Der freundschaftlichen Bitte für die Musikkapelle Panzendorf einen Marsch zu schreiben, kam er im sprichwörtlichen Handumdrehen nach. Einige Stunden später präsentierte Huter den „Schloss-Heinfels-Marsch“ mit ursprünglich zwei Liedstrophen und schenkte ihn dem Kapellmeister Kofler Franz. Die dritte Strophe wurde erst Jahre später ergänzt. Heute ist dieser anspruchsvolle und schöne Musiktitel der Traditionsmarsch schlechthin.
